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Unwetter in der Südwest und Südoststeiermark

Der Bericht

Zeitpunkt des Chasings: 4. Juni 2005 -

Hallo

Die am Nachmittag über die Alpen ziehende KF und die für den Süden der STMK berechneten Unwetter liesen uns bereits kurz nach 9 Uhr von St.Florian Richtung Graz aufbrechen. Die Fahrt durchs Ennstal bis Leoben gabs bereits trüben Himmel und tiefe Wolkenbasen-trotzdem wars mit ~20C° noch recht warm.


Ab Bruck/Mur wurde es aber zunehmend freundlicher,aber ziemlich schwül. Nach einem guten Mittagessen in Frohnleiten gings gegen 13 Uhr weiter Richtung Voitsberg-wo wir erste Quellungen Richtung WSW erkennen konnten. Hier gabs neben warmen 27C° auch lebhaften SSO-Wind und sehr feuchte Luft.


Nachdem wir das ganze einige Zeit beobachteten und inzwischen von Vili erfuhren,dass die KF mit Gewittern erst bei Bruck/Mur war beschlossen wir noch auf ein Eis in Voizberg zu gehen.

Gegen 15 Uhr wieder am Gasselberg wo wir bereits vor 1h waren. Erste Regentropfen fielen,dazu
bereits einige schöne Blitze aus der sich gerade entwickelnden Zelle. Via Telefon erfuhren wir,dass das Gewitter weiter nach NO ziehen würde.


Weiter gings also Richtung NO-sten,im Rückspiegel bemerkten wir plötzlich tiefe fast im Wald hängende Fractus-Fetzen.
Also erneut schnell angehalten und ein Foto gemacht. Langsam kommt die Zelle näher-fast jede Sekunde gibs Blitze. Standort ist inzwischen Stallhofen,Blickrichung W.


Eine enorm tiefe Wolkenbasis zeichnet sich ab.


Sehr intressante Entwicklung hinter dem Baum in der Bildmitte. Leider erst am Computer wirklich bemerkt.


Da das Gewitter nun bereits deutlich näher ist kann man nun deutliche Rotation der tiefen Wolkenbasis erkennen. Die Farbe der Fallstreifen lässt auf Hagel schließen. Von Vili erfahren wir, dass das Geitter nun höchste Radarreflekion erreicht hat und sich bei seinem NO-Kurs weiter verstärkt.


Der Nordteil der Unwetterzelle mit Böenfront.


Nun wird es für uns langsam Zeit unseren Standort zu verlassen-Vili berichtet inzwischen von Hagel bis 4cm im Unetter


Ein letztes Bild – ständig verändert sich die Form – seit dem letzten bild sind gerae mal 2-3 Minuten vergangen


Da die leicht abgeschwächte Zelle nach NO-sten weiterzog und sich bereits im Raum Gratkorn befand,fuhren wir auf der A2 weiter Richtung Graz-wo wir in einen enorm heftigen Downburst mit Böen um 80-90km/h sowie Regen mit Sichtweite von 50-100m kamen.

Erst nach Gleisdorf kamen wir wieder aus dem Starkniederschlag heraus. Da das System immer wieder im Süden anbaut,kommen wir tlw immer wieder in den Starkregnebereich-bei Feldbach gabs sogar einige kleine Hagelkörner.

Gewaltiger Aufwindbereich in Paurach


Hagelflieger sind ob der gelb – grünen Wolkenstruktur zu sehen.


Erneut fallen erste Regentrofen, gewaltige Erdblitze machen es zum weiterfotografieren zu gefährlich


Bei Mühlddorf – weiter gespenstische Stimmung knapp nördlich von uns


Da die Zelle immer weiter nach NO-sten abzieht,beschließen wir umzukehren,bemerken aber westlich von uns erneut eine Gewitterzelle anwachsen,was uns Vili auch wieder bestätigen kann. Erneut bei Paurach-Blick Richtung WSW.


Bei der Rückfahrt Richtung Gleisdorf kommen wir nochmal voll in den Starkregenbereich,allerdings ist diese zelle bereits deutlich schwächer als die Unwetterlinie zuvor.

Nach 20 Minuten im Stau bei Gleisdorf und einem gemütlichen Abendessen in Peggau kamen wir erst gegen 24 Uhr wieder in St.Florian an – ein langer und erfolgreicher Chaseday war damit zu Ende.

lg
Peter

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